Der Tischtennis-Club geht künftig nur noch in der Landesliga an den Start
In den vergangenen drei Jahren waren sie als Regionalligist das höchstklassige Tischtennisteam Unterfrankens. Der TTC Kist/Würzburg stand für erfolgreichen Sport mit dem Zelluloid-Ball. Im letzten Jahr wurde das Team um die Ex-Bundesliga-Akteure Benjamin Rösner, der auch bayerischer Meister ist, und Andreas Ball, die beide zusammen sogar Jugend-Europameister waren, oder die Nummer eins Vasile Florea Vizemeister. Doch in der kommenden, im Herbst beginnenden Spielzeit wird es in Kist kein Regionalliga-Tischtennis mehr geben. Das Team wurde zurückgezogen, startet in der nächsten Runde in der Landesliga.
Der Grund ist ebenso banal wie nachvollziehbar: Abteilungsleiter und TTC-Regionalliga-Spielbetriebsorganisator Jochen Wilhelm hat aus beruflichen Gründen schlichtweg keine Zeit mehr, sich zu kümmern. „Wir haben lange nach einem oder mehreren Nachfolgern gesucht. Letztlich haben wir ,nur' einen neuen Abteilungsleiter gefunden. Die wesentlich zeitintensivere Organisation unseres Regionalliga-Spielbetrieb aber wollte keiner übernehmen“, sagt der Bankkaufmann: „Es geht schlicht eine Menge Freizeit drauf.“
Rösner wechselt in die Zweite Liga
Traurig findet Wilhelm die Folgen seines Rücktritts: „Es ist schade, dass es in der Regionalliga zu Ende ist. Wir haben viel Arbeit investiert, es war nicht immer leicht. Aber besser ein Ende mit Schrecken als ein Ende ohne Schrecken“, meint Wilhelm: „Wir wollten auch nicht während der Saison einfach irgendwann zurückziehen müssen, wie es manch anderer Verein schon getan hat.“ Seit mehreren Wochen sei die Entscheidung eigentlich festgestanden. Die Spieler waren informiert. Rösner etwa ist mittlerweile in die Zweite Liga nach Hilpoltstein gewechselt, Florea wird in der Oberliga in Bad Königshofen aufschlagen, Ball in der Landesliga bei seinem Heimatverein Eschau. „Der Rückzug erfolgte schweren Herzens, aber die Spieler haben alle Verständnis gezeigt“, sagt Wilhelm.
Doch den Aufbau einer neuen Mannschaft für die Landesliga hat sich der 33-Jährige nach vier Jahren als Abteilungsleiter zum Abschied nicht nehmen lassen. Er will sogar selbst weiter an die Platte. „Ich wollte keinen einfach so zusammen gewürfelten Haufen. Alfons Krämer, Dong oder Thomas Stapf sind mit Kist verbunden. Das passt und ist vernünftig. Wir spielen ja noch relativ hoch und schauen nach vorne. Zudem bleibt der Name TTC Kist/Würzburg bestehen. Im Prinzip haben wir jetzt eine einheimische Mannschaft mit etwas Verstärkung.“ Wie stark die ist, wird die kommende Saison zeigen – nur eben in der Landesliga.
TTC wird Tabellendritter
TTC Kist–Würzburg – TTC Bietigheim-Bissingen 9:3
Der TTC Kist/Würzburg hat sich mit einem klaren Heimsieg aus der Saison verabschiedet. Damit holte das Team um die Nummer eins Vasile Florea die entscheidenden Punkte, um sich bereits vor Abschluss der letzten Ligaspiele Platz drei zu sichern. „Nach unseren Verletzungsproblemen während der Runde bin ich mit der Saison zufrieden“, so Abteilungsleiter Jochen Wilhelm.
Kist/Würzburg: Florea/Ziegler, Rösner/Fan – Bondarev/Spieß, Ball/Czochanski, Florea (2), Ball (2), Czochanski, Rösner.
Sieg und Niederlage vor heimischer Kulisse – Vizemeisterschaft ist nicht mehr zu schaffen
TTC Kist/Würzburg – TTC Holzhausen 6:9 (22:28) TTC Kist/Würzburg – LTTV Leutscher Füchse 9:2 (29:10)
Es war ein Wechselbad der Gefühle für den TTC Kist. Am Samstag unterlag die Mannschaft um Kapitän Vasile Florea etwas überraschend dem TTC Holzhausen mit 6:9, am Sonntag dann setzte sie sich gegen den Leipziger TTV mit 9:2 durch. Der Klassenerhalt ist also endgültig gesichert, mit der Verteidigung der Vizemeisterschaft aber wird es nichts mehr. „Am Samstag ist vieles gegen uns gelaufen“, befand TTC-Abteilungsleiter Jochen Wilhelm, der für den nach wie vor verletzten Jan Gottal selbst an die Platte gegangen war. Bayernmeister Benjamin Rösner etwa verlor sein Duell gegen Szymin Kulczycki nach einer 2:1-Satzführung noch im fünften trotz eines 10:7-Vorsprungs mit 10:12. Michael Ziegler und Wilhelm verloren ihre beiden Schlussduelle in vier Sätzen. „Da war sicher auch etwas Pech dabei“, so der TTC-Abteilungsleiter. Da auch alle drei Auftaktdoppel verloren gegangen waren, reichte es nicht mehr zu einem Punktgewinn. Dafür aber wurde einen Tag später Leipzig klar geschlagen. „Das war eine schnelle Angelegenheit“, sagte Wilhelm, der hofft, dass sein Team am Wochenende im letzten Saisonspiel, zumal vor heimischer Kulisse, gegen Bietigheim/Bissingen Platz drei verteidigen wird.
TTC – Holzhausen: Florea/Ziegler – Kulczycki/Gütschow 11:9, 11:6, 11:7; Rösner/Wilhelm – Zavoral/Fuß 8:11, 6:11, 11:13; Ball/Czochanski – meinel/Kurkowski 9:11, 9:11, 6:11; Florea – Kulczycki 11:9, 11:4, 15:13; Rösner – Zavoral 4:11, 4:11, 1:11; Ball – Meinel 11:4, 11:9, 11:6; Ziegler – Fuß 10:12, 14:16, 10:12; Czochanski – Kurkowski 14:12, 9:11, 11:8, 11:6; Wilhelm – Gütschow 4:11, 6:11, 7:11; Florea – Zavoral 11:4, 11:4, 11:3; Rösner – Kulczycki 13:15, 11:6, 11:8, 7:11, 10:12; Ball – Fuß 12:10, 11:9, 11:9; Ziegler – Meinel 7:11, 11:9, 11:13, 9:11; Czochanski – Gütschow 10:12, 6:11, 10:12; Wilhelm – Zavoral 12:10, 8:11, 4:11, 3:11. TTC – Leipzig: Florea/Ziegler – Slesar/Fritsch 11:3, 11:6, 11:8; Rösner/Fan – Turoczy/Gilabert 11:8, 12:14, 8:11, 11:13; Ball/Czochanski – Hübner/Tabia Fiallo 11:6, 11:7, 11:5; Florea – Gilabert 10:12, 11:5, 12:10, 11:9; Rösner – Turoczy 11:3, 11:9, 15:13; Ball – Hübner 11:8, 11:9, 11:8; Ziegler – Slesar 13:11, 8:11, 9:11, 8:11; Czochanski – Fritsch 11:3, 11:6, 11:7; Fan – Tapia Fiallo 11:8, 11:3, 11:3; Florea – Turoczy 11:4, 11:7, 11:13, 11:9; Rösner – Gilabert 6:11, 4:11, 11:9, 11:6, 11:3.
Der TTC Kist/Würzburg und die Münchner trennen sich vor 180 Zuschauern mit einem Remis
TTC Kist/Würzburg – FC Bayern München 8:8 (35:32)
Der TTC Kist/Würzburg hat gegen den FC Bayern München einen Teilerfolg verbuchen können. Vor der Saison-Rekordheimkulisse von 180 Zuschauern hieß es am Ende 8:8. Erst im letzten Doppel des Tages sicherten sich die Gäste wenigstens noch einen Zähler, der TTC vergab dagegen die Chance auf den möglichen Sieg, weil Vasile Florea und Michael Ziegler dem FCB-Duo Tomislav Japec und Manfred Degen in vier Sätzen unterlagen.
Nachdem sogar noch zusätzliche Stühle herangekarrt werden mussten, damit alle Fans einen Sitzplatz bekamen, entwickelten sich an den Platten teilweise hochklassige und spannende Spiele. Nach den ersten drei Doppeln lagen die Gastgeber 2:1 vorn, ehe es in die Einzelduelle ging, in denen unter anderem der für den mit einem Armbruch ausgefallenen Jan Gottal zum drittem Mal in dieser Saison an die Platte zurückgekehrte ehemalige Zweitbundesligaspieler Xiang Dong Fan für Aufsehen sorgte und seine beiden Partien gewann. Auch die anderen TTCler kämpften. Der unbedingte Siegeswille war spürbar, etwa auch in der Partie des bayerischen Meisters Benjamin Rösner gegen Michael Wieger. 2:0 führte Rösner bereits, ehe Wieger ausgleichen konnte. Am Ende aber behielt der Kister mit 3:2 die Oberhand. So kam es zum Showdown im letzten Doppel, das schlussendlich an die Gäste ging, die damit das Remis sicherten. „Insgesamt ein gerechtes Ergebnis“, befand TTC-Abteilungsleiter Jochen Wilhelm: „Auch wenn mehr drin war. So aber haben wir Platz drei gehalten und die Chance auf Platz zwei gewahrt.“
Ergebnisse
Doppel: Florea/Ziegler – Wieger/Meister 11:5, 11:6, 8:11,11:6; Rösner/Fan – Japec/Degen 11:8, 4:11, 6:11, 11:4, 4:11; Ball/Czochanski – Köppl/Adamenko 11:6, 11:9, 11:3. Einzel: Florea – Wieger 11:5, 11:8, 7:11, 11:8; Rösner – Japec 8:11, 8:11, 11:4, 5:11; Ball – Köppl 11:6, 11:4, 14:12; Ziegler – Degen 5:11, 11:7, 11:4, 3:11, 5:11; Czochanski – Adamenko 7:11, 12:10, 8:11, 9:11; Fan – Meister 11:9, 9:11, 11:5, 11:4; Florea – Japec 11:13, 9:11, 11:7, 11:9, 9:11; Rösner Wieger 11:7, 11:6, 6:11, 9:11, 14:12; Ball – Degen 9:11, 11:9, 7:11, 11:8, 11:4; Ziegler – Köppl 11:7, 6:11, 4:11, 12:14; Czochanski – Meister 11:6, 7:11, 8:11, 10:12; Fan – Adamenko 11:6, 11:8, 8:11, 12:10. Doppel: Florea/Ziegler – Japec/Degen 4:11, 11:5, 9:11, 9:11.
TTC Kist/Würzburg – TSV Wendlingen 9:3 (29:12)
Die Tischtennismänner des TTC Kist/Würzburg haben den erwarteten Pflichtsieg gegen den TSV Wendlingen eingefahren. Nach nur zweieinhalb Stunden hatte das gastgebende Team um die Nummer eins Vasile Florea die Partie gegen den Tabellenvorletzten für sich entschieden. „Es war erwartet deutlich und erwartet unspektakulär“, befand denn auch TTC-Abteilungsleiter Jochen Wilhelm, der für den verletzten Jan Gottal selbst an der Platte stand, und blickt bereits zwei Wochen voraus. Dann kommt der FC Bayern München in die Kister Sporthalle: „Das wird sicher das Spiel der Rückrunde schlechthin. Wir wollen Revanche für die Niederlage im Hinspiel.“
Ergebnisse
Doppel: Florea/Ziegler – Prce/Stritt 8:11, 11:5, 11:9, 11:6; Rösner/Wilhelm – Gerold/Zapf 9:11, 2:11, 11:5, 4:11; Ball/Czochanski – Cavatoni/Weber 10:12, 12:10, 11:5, 11:9. Einzel: Florea – Zapf 11:9, 11:3, 11:8, Rösner – Gerold 11:7, 11:4, 11:8; Ball – Stritt, Peter 11:9, 11:7, 11:3; Ziegler – Prce 8:11,7:11,11:7,9:11; Czochanski – Weber 11:4, 12:10, 11:6; Wilhelm – Cavatoni 4:11, 7:11, 7:11; Florea – Gerold 11:4, 12:10, 12:10; Rösner – Zapf 11:5, 9:11, 11:7, 11:3; Ball – Prce 11:4,11:8,11:3.
Die Umstellung des Doppels mit Vasile Florea und Benjamin Rösner an zwei, mit der man gleich alle drei Auftaktdoppel gewinnen wollte verfehlte gegen Ochsenhausen zwar ihre beabsichtigte Wirkung, allerdings gewannen die TTCler zwei Doppel und danach die sechs ersten Einzel, so dass ein letztlich ungefährdeter Pflichtsieg heraussprang. Wesentlich knapper und spannender war es in Neckarsulm. Viereinhalb Stunden kämpften beide Teams. „So etwas habe ich noch selten auf so einem Niveau gesehen“, befand TTC-Abteilungsleiter Jochen Wilhelm, der trotz allen Lobs einem möglichen Sieg nachtrauerte: „Unterm Strich sind wir natürlich zufrieden. Aber wenn man sieht, wie eng die Spiele teilweise waren, hätten wir mit etwas Glück auch gewinnen können.“ Vasile Florea etwa verlor seine beiden Einzel jeweils im fünften Satz. „So viele Kanten- und Netzbälle wie heute habe ich noch nie bekommen“, ärgerte sich der Routinier. Zum Mann des Tages wurde schließlich Benjamin Rösner, der seine beiden Einzel gewann. „Das war sensationell“, freute sich Wilhelm. Da auch Andreas Ball seine beiden Einzel siegreich gestaltete und auch der Rest des Teams Zähler beisteuern konnte, gab es am Ende nach einem packenden letzten Doppel, das die Kister in Person von Florea und Michael Ziegler, der grippegeschwächt an die Platte gegangen war, nach 1:2-Rückstand noch im fünften Satz mit 11:9 für sich entscheiden konnten, ein laut Wilhelm „mehr als gerechtes Remis.“
Ergebnisse in Neckarsulm: Braun/Chudik – Rösner Gottal 6:11, 11:6, 11:9, 11:7; Krmaschek/Hagmüller – Florea/Ziegler 6:11, 7:11, 7:11; Kramer/Werz – Ball/Czochanski 11:2, 9:11, 10:12, 8:11; Krmaschek – Rösner 11:8, 7:11, 5:11, 11:7, 14:16; Braun – Florea 11:9, 12:14, 12:14, 11:9, 11:9; Kramer – Ziegler 8:11, 11:8, 9:11, 11:9, 12:10; Chudik – Ball 4:11, 3:11, 10:12; Hagmüller – Gottal 9:11, 11:7, 11:6, 7:11, 11:7; Werz – Czochanski 7:11, 9:11, 2:11; Krmaschek – Florea 8:11, 11:8, 12:10, 9:11, 11:8; Braun – Rösner 112, 7:11, 8:11, 9:11; Kramer – Ball 9:11, 11:9, 8:11, 9:11; Chudik – Ziegler 11:9, 11:4, 10:12, 11:9; Hagmüller – Czochanski 11:7, 11:9, 5:11, 11:8; Werz – Gottal 11:4, 11:9, 14:12; Braun/Chudik – Florea/Ziegler 11:9, 6:11, 12:10, 7:11, 9:11.
Ergebnisse in Ochsenhausen: Szöcs/Richter – Florea/Rösner 11:6, 14:12, 3:11, 11:6; Huber/Lamp – Ball/Ziegler 8:11, 6:11, 5:11; Danzer/Ludwig – Czochanski/Gottal 10:12, 4:11, 7:11; Szöcs – Rösner 7:11, 9:11, 9:11; Richter – Florea 3:11, 11.13, 9:11; Huber – Ziegler 5:11, 5:11, 8:11; Danzer – Ball 9:11, 6:11, 5:11; Ludwig – Gottal 8:11, 6:11, 7:11; lamp – Czochanski 3:11, 4:11, 5;11; Szöcs – Florea 11:8, 11:9, 11:9; Richter – Rösner 11:7, 9:11, 5:11, 11:1, 11:8; Huber – Ball 7:11, 8:11, 14:16.
Der Regionalligist erfüllt seine Pflicht ordentlich
TTC Kist/Würzburg – SV Ottenau 9:4 (29:19)
Die Tischtennismänner des TTC Kist/Würzburg haben ihre Pflichtaufgabe erfüllt und gegen den Tabellenvorletzten aus Ottenau einen letztlich nie gefährdeten 9:4-Sieg eingefahren. „Vorentscheidend war der Sieg von Benjamin Rösner gegen Nemanja Ignjatov“, analysierte TTC-Abteilungsleiter Jochen Wilhelm, dessen Team schnell mit 6:1 vorne lag und sich den Sieg danach nicht mehr nehmen ließ. Die ersten vier TTC-Spieler gewannen sieben ihrer acht Einzel, dazu kamen zwei Erfolge in den Doppeln. „Letztlich war das eine überzeugende Vorstellung, die mit zwei Punkten belohnt worden ist“, freute sich Wilhelm, dessen Team am nächsten Wochenende mit dem Auswärtsmatch beim Tabellenzweiten ESV Weil eine weitaus höhere Hürde vor der Nase hat.
Ergebnisse
Doppel: Florea/Ziegler – Ignjatov/Mai 7:11, 11:7, 11:3, 11:9; Rösner/Gottal – Kühnberger/Weiskopf 6:11,9:11, 3:11; Ball/Czochanski – Mechler/Schweikert 12:10, 11:6, 11:4. Einzel: Florea – Kühnberger 7:11, 11:8, 11:7, 11:6; Rösner – Ignjatov 11:9, 12:14, 11:6, 11:4; Ball – Mechler 11:4, 9:11, 11:5, 11:5; Ziegler – Weiskopf 11:6, 11:7, 8:11, 12:10; Czochanski – Mai 9:11, 9:11, 9:11; Gottal – Schweikert 9:11, 11:8, 5:11, 11:13; Florea – Ignjatov 11:4, 11:8, 11:7; Rösner – Kühnberger 8:11, 11:8, 10:12, 6:11; Ball – Weiskopf 11:5, 11:7, 11:7; Ziegler – Mechler 5:11, 11:9, 11:9, 7:11, 11:8.
Ein Punkt sorgt für Zufriedenheit Remis gegen Neckarsulm spiegelt den Hinrunden-Verlauf beim TTC Kist/Würzburg wider
Der TTC Kist/Würzburg hat zum Hinrunden-Abschluss gegen den Namensvetter aus Neckarsulm einen Punkt geholt. Im letzten Spiel des Jahres zeigten die Gastgeber dabei starke Nerven und gewannen auch Dank einer kämpferisch tollen Einstellung nach einem zwischenzeitlichen 6:8-Rückstand noch die letzten beiden entscheidenden Partien. Durch das Remis steht das mainfränkische Team in der Tabelle mit nun 11:9 Punkten auf Platz sechs.
Jubelnd riss Vasile Florea nach dem finalen Ball die Arme in die Höhe, ballte die Faust und lag unter dem Jubel der Mitspieler und der rund 100 Fans seinem Doppelpartner Michael Ziegler in den Armen. „Das war ein wichtiger Punktgewinn. Endlich haben wir im Schlussdoppel mal einen entscheidenden Punkt geholt", freute sich Kists Nummer eins. Das 8:8 gegen den Tabellennachbarn war ebenso verdient wie es spiegelbildlich für den Saisonverlauf gelten kann: Weder Fisch noch Fleisch bot diese Hinrunde, nach der die Gastgeber, immerhin Vizemeister der letzten Spielzeit, nun im Mittelfeld platziert sind. „Wir müssen derzeit mit unseren elf Punkten zufrieden sein. Schließlich hatten wir immer wieder Verletzungsprobleme. Fast die halbe Serie haben wir nicht in Bestbesetzung antreten können", befand Florea.
So war denn auch die Partie gegen Neckarsulm ein Wechselbad der Gefühle. Nach den Doppeln und den ersten drei Einzeln lag Kist/Würzburg mit 4:2 vorn, geriet dann aber fast schon aussichtslos 6:8 in Rückstand. Am Ende aber behielten die Gastgeber die Nerven und holten sich wenigstens einen, dafür aber wichtigen Punkt. „Im Moment stehen wir eben mittendrin. Zwar liegen wir nur drei Punkte hinter dem Zweiten. Aber eben auch nur zwei Punkte vor dem Abstiegsrelegationsplatz", warnte TTC-Abteilungsleiter Jochen Wilhelm, der trotzdem für die Rückrunde optimistisch ist. „Gefühlt gehören wir natürlich weiter nach oben."
Das sieht auch Florea so: „Wenn alle fit sind, werden wir in der Rückrunde noch einmal angreifen. Wenn wir in Bestbesetzung spielen können, werden wir sicher mehr Punkte holen." Dabei wird es auch auf die Nummer eins der Kister ankommen. 15:5 lautet Floreas Bilanz – eine der besten der Liga im vorderen Paarkreuz. „Der Druck für mich ist ja immer da. Als Zugpferd gucken alle auf dich", weiß der 45-Jährige Routinier. „Aber damit komme ich gut klar." Zudem gibt er seinen Teamkameraden, darunter auch die beiden Ex-Jugendeuropameister Andreas Ball und Benjamin Rösner, immer wieder wichtige Tipps: „Im Spiel kannst du nicht immer an alles denken. Und von Außen siehst du vieles besser." Der Zusammenhalt sei ein großes Plus in Kist. „Unser Konzept, mit Spielern aus der Region zu agieren, trägt Früchte. Auch in Sachen Zuschauerresonanz", freut sich Wilhelm. Über 100 Fans kommen mittlerweile regelmäßig zu den Partien des TTC – Tendenz steigend. „Wir wollen im nächsten Jahr noch mal angreifen, ins erste Tabellendrittel vorstoßen", verspricht Wilhelm auch weiter attraktiven Sport mit dem Zelluloid-Ball.
Durch den Punkt gegen Neckarsulm könne man nun zumindest entspannt in die Pause bis zum 22. Januar und der Partie beim Tabellenführer in Frickenhausen gehen, findet Floera. „Da sind durchaus auch zwei Punkte für uns drin", sagt er noch, bevor er zufrieden und eben sichtbar entspannt Richtung Kabine verschwindet.
Die Statistik zum Spiel
TTC Kist/Würzburg – TTC NSU Neckarsulm 8:8
Ergebnisse, Doppel: Florea/Ziegler – Krmaschek/Hagmüller 11:9, 12:10, 11:6; Rösner/Gottal – Braun/Chudik 17:15, 13:15, 7:11, 8:11; Ball/Czochanski – Kramer/Werz 11:8, 11:6, 6:11, 11:8. Einzel: Florea – Krmaschek 14:12, 11:4, 11:8; Rösner – Braun 13:11, 7:11, 9:11, 5:11; Ball – Hagmüller 11:8, 11:3, 11:1; Ziegler – Chudik 11:7, 5:11, 11:6, 6:11, 9:11; Gottal – Werz 16:14, 4:11, 4:11, 6:11; Czochanski – Kramer 6:11, 18:16, 10:12, 6:11; Florea – Braun 10:12, 13:15, 3:11; Rösner – Krmaschek 8:11,9:11, 4:11; Ball – Chudik 11:4, 11:4, 11:6; Ziegler – Hagmüller 3:11, 11:8, 11:6, 4:11, 11:5; Gottal – Kramer 16:18, 6:11, 6:11; Czochanski – Werz 12:10, 11:7, 7:11, 11:9. Doppel: Florea/Ziegler – Braun/Chudik 12:10, 11:7, 7:11, 11:9. Satzverhältnis: 30:30.
Tischtennis (DUNK)
Regionalliga Süd Männer TSV Wendlingen – TTC Kist/Würzburg (Samstag, 18 Uhr)
Als Favorit reist der TTC Kist/Würzburg (5./6:2) nach TSV Wendlingen (10./2:12) – zumindest dann, wenn Andreas Ball trotz seiner Schulterprobleme erneut an die Platte kann. Das allerdings ist offen. Nach dem ungefährdeten Heimsieg vom vergangenen Wochenende gegen die Bundesligareserve aus Ochsenhausen ist das Team um die zuletzt überzeugende Nummer eins Vasile Florea optimistisch. In Wendlingen trifft die Mannschaft aus dem Würzburger Vorort übrigens auf einen alten Bekannten aus Würzburger Zweitligazeiten: Benjamin Gerold, 1993 auch Bronzemedaillengewinner der Schüler-EM mit Lars Hielscher im Doppel, war einst im Aufstiegsteam am Zelluloidball. Sein Vater betreibt eine Tischtennisschule in Niklashausen (Tauberkreis) und arbeitet im Jugendbereich. Zudem steht mit Markus Schlichter, 2005 Gewinner der DTTB-Top-12-Turniers, für die Gastgeber an der Platte. Trotzdem: „Wenn alles normal läuft, müssten wir den nächsten Sieg holen“, meint TTC-Abteilungsleiter Jochen Wilhelm.
TTC Kist/Würzburg setzt sich zum Rundenstart gegen Frickenhausens junge Reserve durch
Tischtennis-Regionalligist TTC Kist/Würzburg hat einen gelungenen Start in die neue Saison hingelegt. Vor rund 150 Zuschauern besiegte der amtierende Vizemeister in der heimischen Sporthalle den TTC metabo Frickenhausen II nach einem 1:4-Rückstand noch mit 9:4 und holte dabei acht Punkte aus den zehn Einzeln.
Erfahrung trifft Jugend – so lässt sich das Treffen der beiden Topteams, die nach dem großen Titelfavoriten Weil am Rhein als heiße Anwärter auf die vorderen Plätze gelten, wohl trefflich beschreiben. Die Kister, die selbst kaum in Verdacht stehen, mit ihrer Mannschaft demnächst viele Starter für Seniorenligen zu stellen, trafen auf ein Gästeteam, in dem zwei 15- und sogar ein 13-Jähriger an der Platte standen. Der Japaner Masataka Morizono (15) und die beiden Brüder Liang Qiu (15) und Dong Qiu (13) spielen mit einer Ausnahmegenehmigung des Deutschen Tischtennisbundes (DTTB) – und alle drei zusammen sind genauso alt, wie Kists Nummer eins Vasile Florea im nächsten Monat wird: nämlich 43. Es war also teilweise ein recht skurriles Bild, das sich an den Platten bot. Fast schien es, als spielten große Brüder oder gar Väter gegen ihre Kinder. Freilich fanden die Duelle nicht auf Freizeitniveau statt – im Gegenteil. Die rund 150 Besucher sahen teils sehr guten Tischtennissport.
Die Einstellung war denn auch entscheidend für den Erfolg der Gastgeber, befand Andreas Ball, selbst gemeinsam mit seinem Teamkollegen Benjamin Rösner einst Jugendeuropameister und mit seinen 26 Jahren im Vergleich mit den Frickenhäuser Jungspunden fast schon ein „Oldie“: „Man darf sie nicht unterschätzen, nur weil sie körperlich kleiner sind. Du musst genauso konzentriert wie gegen jeden anderen Gegner an den Tisch gehen.“ Dass die jungen Wilden aus Frickenhausen durchaus gutes Tischtennis auf die grüne Platte zaubern können, bewies etwa Morizino, der im Duell der beiden „Einser“ Vasile Florea glatt in drei Sätzen besiegte. „Du darfst innerlich nicht nachlassen, sonst verlierst du“, verriet Ball, der sowohl sein Doppel an der Seite von Jan Gottal als auch seine beiden Einzel gegen die auch für die deutsche Schüler-Nationalmannschaft spielenden Dang und Liang Qiu gewann. Allerdings gab er zu: „Solche Gegner sind schon etwas Ungewöhnliches.“
Frickenhausen ohne Torben Wosik
Altstar Torben Wosik übrigens war nicht mit nach Unterfranken gereist, was die Gäste sicher etwas schwächte, die Leistung des TTC Kist/Würzburg aber keineswegs schmälern soll. Zumal der Start in die Saison zunächst so gar nicht zu gelingen schien. 1:4 lag der Gastgeber nach den ersten drei Doppeln und zwei Einzeln zurück, ehe Florea, Ball und Co. die folgenden acht Einzelduelle allesamt für sich entschieden. „Normalerweise wollen wir immer mit einer 2:1-Führung aus den Doppeln rausgehen. So war es diesmal schwerer, der Druck fürs Team groß. Das macht für jeden in seinem Einzel viel aus“, so Ball, der, wie seine Kollegen, dem Druck aber standhielt.
„Das war letztlich natürlich ein Auftakt nach Maß“, freute sich Abteilungsleiter Jochen Wilhelm. „Jetzt können wir die nächsten drei Wochen in Ruhe weiter arbeiten.“ So lange hat der Vizemeister jetzt Pause, bevor er zu den Bayern nach München reist.
Das Spiel im Stenogramm
TTC Kist/Würzburg – TTC metabo Frickenhausen II 9:4
Doppel: Florea/Ziegler – Morizino/D. Qiu 11:6, 7:11, 8:11, 7:11; Rösner/Czochanski – Fu/L. Qiu 11:6, 3:11, 5:11, 7:11; Ball/Gottal – Übelhör/Juretzka 11:5, 11:7, 11:7. Einzel: Florea – Morizono 7:11, 8:11, 8:11; Rösner – Fu 6:11, 9:11, 13:15; Ball – D. Qiu 11:4, 8:11, 9:11, 11:4, 11:8; Ziegler – L. Qiu 11:6, 4:11, 11:6, 11:5; Gottal – Juretzka 11:3, 11:5, 11:3; Czochanski – Übelhör 11:4, 12:14, 11:9, 11:7, Florea – Fu 14:12, 11:7, 11:7; Rösner – Morizono 11:7, 11:8, 11:9, Ball – L. Qiu 11:5, 11:8, 11:4, Ziegler – D. Qiu 9:11, 11:4, 11:8, 11:3.
Der Tischtennis-Regionalligist zieht zufrieden Bilanz seiner zweiten Saison
Am Ende reichte es für die Tischtennisspieler des TTC Kist/Würzburg sogar noch zur Vizemeisterschaft. Und das im erst zweiten Jahr in der Regionalliga (in der Premierensaison hatte am Ende Platz acht zu Buche gestanden). Ein bemerkenswerter Erfolg, mit dem selbst die Spieler und Verantwortlichen des TTC nicht gerechnet hatten. Platz sechs bis drei hatte Abteilungsleiter Jochen Wilhelm als Saisonziel ausgegeben. „Dass es nun sogar der zweite Platz geworden ist, ist auch für mich etwas überraschend – aber super“, freut sich Wilhelm. Der Erfolg der Zelluloid-Künstler ist aber nicht nur ein tabellarischer, er ist auch die Bestätigung des neuen Konzepts, mit dem der TTC vor Saisonbeginn angetreten ist.
„Wir haben bewusst auf junge deutsche Spieler aus der Region gesetzt. Das ist voll aufgegangen“, so Wilhelm, der unter anderem Benjamin Rösner und Andreas Ball, zwei ehemalige Jugendeuropameister aus Würzburg, zurückgeholt hatte. Insbesondere nach seinem Titelgewinn bei den bayerischen Meisterschaften im Januar lief etwa Rösner zu überragender Form auf. „Eine Bilanz von 9:7 ist an Position zwei schon echt sehr gut“, lobt Wilhelm, der aber vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit betont. „Wirklich jeder hat seinen Teil zum Erfolg beigetragen. Jeder hat in der Rückrunde eine positive Bilanz. Die Truppe harmoniert, hat Spaß, und das sieht man auch am Tisch.“
Und in der nächsten Saison soll die Erfolgsgeschichte weitergehen – mit den selben Protagonisten. „Alle haben ihre Verträge verlängert“, bestätigt Wilhelm. Außerdem konnte ein neuer Hauptsponsor verpflichtet werden. Der Etat, über den Wilhelm nur verraten will, dass er fünfstellig ist, steht. „Dass wir sechs Wochen vor Ende der Wechselfrist schon alles unter Dach und Fach haben, spricht auch für uns.“ Dabei hätte Wilhelm besonders sportlich die Qual der Wahl gehabt, sich viele Spieler angucken können.
„Viele haben sich angeboten, die hier in der nächsten Saison spielen wollen.“
Jochen Wilhelm, Abteilungsleiter TTC Kist/Würzburg
Durch den Erfolg ist der TTC Kist/Würzbzurg längst über die unterfränkische Grenze hinaus in den Fokus gerückt: „Viele haben sich angeboten, wollten hier in der nächsten Saison spielen“, verrät Wilhelm. „80 bis 90 Prozent davon waren übrigens Ausländer.“ Doch der Macher beim Landkreisklub will seiner Philosophie treu bleiben. „Wir wären ja unglaubwürdig, wenn wir jetzt unsere erfolgreichen jungen Spieler aus der Region fortschicken würden.“
Zudem haben nicht zuletzt diese gerade einen regelrechten Tischtennisboom in Kist ausgelöst. „Viele Kinder und Jugendliche haben neue Vorbilder gefunden. Wir werden wohl erneut mit vier Jugendteams in die nächste Runde gehen. Viele haben neu angefangen, darunter auch kleine. Acht-, Neunjährige. Das ist beachtlich und erfreulich. Da müssen wir unseren Weg weiter gehen.“ In der Würzburger Mini-Liga wurde das TTC-Team vor kurzem Meister, belegte mit einer weiteren Mannschaft Platz drei. „Es bewegt sich was“, so Wilhelm, der gleichzeitig auf noch mehr Zuschauer in der Regionalliga hofft. In der abgelaufenen Saison waren es im Schnitt 110. „Das ist das, was wir erreichen wollten. Aber da ist auch noch Luft nach oben. Wir müssen einfach noch unseren Bekanntheitsgrad steigern. Viele wissen noch gar nicht, dass es Tischtennis auf hohem Niveau in der Region gibt. Und viele, die das erste Mal kommen, sind begeistert und kommen wieder.“
SV Ottenau – TTC Kist/Würzburg 1:9
Die Mannen des TTC Kist/Würzburg hatten beim Kellerkind in Ottenau allenfalls in den Doppeln etwas Mühe, als Benjamin Rösner und Jan Gottal ihr Spiel abgaben sowie Andreas Ball und Aleksander Czochansky erst im fünften Durchgang siegten. In den Einzeln freilich waren die Unterfranken dann eine Klasse für sich und gaben lediglich zwei Sätze ab.
Ergebnisse, Doppel: Kühnberger/Weiskopf – Rösner/Gottal 3:1, Palmi/M. Schweikert – Florea/Ziegler 0:3, Mechler/A. Schweikert – Ball/Czochanski 2:3. Einzel: Palmi – Rösner 0:3, Kühnberger – Florea 0:3, Weiskopf – Ziegler 0:3, Mechler – Ball 1:3, A. Schweikert – Czochanski 0:3, M. Schweikert – Gottal 1:3, Palmi – Florea 0:3.
Benjamin Rösner - ein Tag, an dem alles gelingt
„So einen Tag wie heute hat man nur alle zehn Jahre!“ Happy und total locker war Benjamin Rösner nach seinem Überraschungscoup, der dem ehemaligen Jugend-Europameister den ersten bayerischen Titel bei den Erwachsenen bescherte. Dabei hatte vor den Titelkämpfen kaum jemand den Würzburger auf der Rechnung. Vielmehr wurde spekuliert, ob Philipp Floritz (TV Hilpoltstein) seinen Titel verteidigen oder ob sein Teamkollege Alexander Flemming siegen würde. Doch Rösner war an diesem Sonntag nicht zu stoppen gewesen. Bereits im Halbfinale glänzte Benjamin Rösner bei seinem Sechs-Satz-Sieg über Jugend-Vizeweltmeister Philipp Floritz und zog verdient ins Endspiel ein. Hier traf er auf den topgesetzten Alexander Flemming, der im Halbfinale in sechs Sätzen Yevgeniy Christ (TTC Wohlbach) ausgeschaltet hatte. Wie die Feuerwehr begann der Würzburger das Finale , führte schnell 9:1 und 10:6. Doch der Hilpoltsteiner kämpfte sich, unterstützt von den heimischen Fans, auf 10:10 heran. Rösner bewahrte aber die Ruhe und holte sich den ersten Durchgang in der Verlängerung. Das war wie eine Turbozündung, denn danach gelangen ihm viele spektakuläre Schläge. Da der Tüchtige auch das Glück auf seiner Seite hatte, war nichts mehr drin für Flemming, obwohl dieser sich redlich mühte. Doch gegen Rösner war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Mit 12:10, 11:6, 11:2 und 11:5 holte sich der Würzburger hochverdient den Titel – und bekam vom fairen Hilpoltsteiner Publikum auch viel Applaus. Bereits im Achtelfinale hatten sich zwei Mitfavoriten verabschiedet: Der an Nummer drei gesetzte Daniel Geist (SB Versbach) verlor gegen Julian Diemer (FC Bayern München) und Michael Plattner (TTC Fortuna Passau) musste Alexander Yahmed (TSV Schwabhausen) zum Sieg gratulieren. Zudem standen noch Manfred Degen (FC Bayern München) und Andreas Ball (TTC Kist/Würzburg) in der Runde der letzten Acht.
Herren-Doppel
Hier hatte der ausrichtende TV Hilpoltstein ebenfalls einen Titel im Visier. Doch Alexander Flemming/Philipp Floritz mussten sich nach einem spannenden Endspiel mit 9:11 im Entscheidungssatz dem unterfränkischen Duo Andreas Ball/Daniel Geist geschlagen geben. Damit hatten die Zweitbundesligaspieler im fünften Satz schon 2:8 zurückgelegen, sich aber noch einmal herangekämpft. Am Ende reichte es aber nicht zu Platz eins. Dritte wurden Benjamin Rösner/Michael Ziegler (TTC Kist/Würzburg) und Yevgeniy Christ/Rainer Schreiter (TTC Wohlbach).
TTC Kist/Würzburg gegen ESV Weil 5:9
Er ballte die Faust, stieß einen kurzen Jubelschrei aus und lief einige Schritte hin und her. Gerade hatte Andreas Ball in der vielleicht intensivsten und spektakulärsten Begegnung des Abends den bisher mit einer Bilanz von 13:2 besten Spieler des mittleren Paarkreuzes in der Liga, den Weiler Denis Joset, bezwungen. Seit Wochen präsentiert sich der 25-Jährige Ex-Jugendeuropameister (den Titel holte er übrigens gemeinsam mit seinem derzeitigen Teamkameraden Benjamin Rösner) im TTC-Trikot in bestechender Form, begeistert die Zuschauer wie auch an diesem Abend in der Kister Sporthalle, die mit 80 Fans ordentlich gefüllt war.
"Es war ein schöner und wichtiger Sieg", so Ball. Zum einen, weil er sein Team, das nach einem 3:3-Zwischenstand zu jenem Zeitpunkt mit 3:7 in Rückstand geraten war, in der Partie hielt. Zum anderen auch, weil der Sport- und Englisch-Lehramtsstudent nun zum besten "Dreier" der Liga aufgestiegen ist. 14:3 lautet seine beeindruckende Bilanz. "Solche Statistiken interessieren mich nicht", gestand er nach seiner Partie, die teilweise atemberaubende Ballwechsel bot, lapidar. Der Sieg des Teams wäre ihm wichtiger gewesen. Dass es am Ende nicht zum Erfolg reichte, in Kist nahm es niemand allzu tragisch. "Die Saison ist bisher sehr gut verlaufen, wir haben tolle Spiele gezeigt, viele Punkte geholt und sind zufrieden", bilanzierte Abteilungsleiter Jochen Wilhelm. "Es macht Riesenspaß, hier zu spielen", verriet Ball einen Teil des Erfolgsgeheimnisses. "Wahnsinn!", entfuhr es Wilhelm ein ums andere Mal, während Ball dem ebenfalls sehr guten Joset das Spielgerät zwischendurch nur so um die Ohren schlug: "Das anzusehen, macht richtig Spaß." Überhaupt scheint der Spaß ein entscheidender Faktor für den bisher so guten Saisonverlauf beim TTC. "Auch wenn's ein Individualsport ist, die Stimmung muss stimmen", pflichtete Ball bei.
Die sei auch so gut, weil fünf deutsche Spieler, dazu noch aus der Region, an der Platte stehen. Der Rumäne Vasile Florea schlägt zudem seit vielen Jahren für Vereine der Region (unter anderem spielte er für Würzburg in der Bundesliga) auf. Zum Vergleich: Weil hatte gerade einmal einen Deutschen dabei. Jürgen Eise spielte an Nummer sechs.
"Ich bin froh, dass unser bewusst so gewähltes Konzept aufgeht", freut sich auch Wilhelm. Am Ende wäre sogar ein Sieg drin gewesen. Aber Florea, Kist/Würzburgs Nummer eins, hatte sich in seinem Auftaktspiel gegen den Ungarn Norbert Tofalvi eine Zerrung im Bauchseitenbereich zugezogen und war somit nicht mehr im Vollbesitz seiner Leistungsfähigkeit, verlor gegen Weils Nummer eins, den Schweizer Nicola Mohler, fast zwangsläufig in vier Sätzen. "Das war schade. Zudem war Michael Ziegler ja grippegeschwächt. Im nächsten Spiel muss Weil aber beim Tabellenführer Stuttgart ran", blickte Wilhelm schon wieder optimistisch nach vorne.
Ergebnisse
Doppel: Florea/Rösner - Joset/Altermatt 11:9, 11:9, 11:7; Ball/Czochanski - Mohler/Tafalvi 4:11, 10:12, 11:7, 8:11; Ziegler/Gottal - Kovac/Eise 9:11, 7:11, 11:4, 7:11. Einzel: Florea - Tafalvi 11:7, 11:5, 11:8; Rösner - Mohler 9:11, 8:11, 9:11; Ball - Altermatt 11:3, 11:3, 11:5; Ziegler - Joset 8:11, 4:11, 11:8, 15:13; 5:11; Gottal - Eise 8:11, 11:6, 6:11, 8:11; Czochanski - Kovac 8:11, 5:11, 4:11; Florea - Mohler 11:7, 5:11, 4:11, 6:11; Rösner Tafelvi 11:4, 11:7, 13:11; Ball - Joset 11:7, 9:11, 11:8, 11:7; Ziegler - Altermatt 11:5, 11.6, 7:11, 7:11, 9:11; Gottal - Kovac 7:11, 6:11, 7:11.
LZ Ochsenhausen – TTC Kist/Würzburg 9:3
Gegen die Spitzenmannschaft der Regionalliga Süd, dem bislang unbesiegten Spitzenreiter LZ Ochsenhausen, konnte der TTC Kist/Würzburg am Samstag nicht wirklich etwas ausrichten. Bis zum Zwischenstand von 3:2 für Ochsenhausen hielten die Gäste aus Mainfranken mit, doch dann erhöhten die stark besetzten Schwaben auf 6:2, so dass recht frühzeitig die Vorentscheidung gefallen war. Im Doppel konnte das Paar Vasile Florea und Benjamin Rösner punkten, im Einzel verkürzten Florea und Jan Gottal den Rückstand der Gäste. Ärgerlich für Alexander Czochanski, der erstmals in der Aufstellung verzeichnet war: Er musste verletzungsbedingt sowohl das Doppel mit Andreas Ball wie auch sein Einzel kampflos abgeben.
Team um Rückkehrer Benjamin Rösner bezwingt Zweitliga-Absteiger Steinheim
TTC Kist/Würzburg – TSG Steinheim 9:4
Die Tischtennis-Männer des TTC Kist/Würzburg sind erfolgreich in die neue Regionalliga-Saison gestartet. Das Team um den ehemaligen Zweitligaspieler und Würzburg-Rückkehrer Benjamin Rösner besiegte am Sonntagnachmittag die TSG Steinheim verdient mit 9:4 und zeigt sich damit für das Spitzenspiel am kommenden Sonntag (14 Uhr, Sporthalle Kist) gegen Titelfavorit DJK Sportbund Stuttgart bestens gerüstet.
„Dass wir in dieser Höhe gewinnen, hätte ich nicht erwartet. Das war eine Superleistung der ganzen Mannschaft“, strahlte TTC-Abteilungsleiter Jochen Wilhelm nach der Partie gegen Zweitliga-Absteiger Steinheim. Die rund 120 Zuschauer in der Kister Sporthalle hatten zuvor einige spektakuläre Ballwechsel zu sehen bekamen. Schon nach den Doppeln lag Kist/Würzburg mit 3:0 in Führung, was einer kleinen Überraschung gleichkam, hatte doch unter anderem das TTC-Duo Andreas Ball und Rainer Krämer das Gäste-Spitzendoppel Revisz/Hosseini mit 3:2 bezwungen. Krämer steht normalerweise in der zweiten Mannschaft des TTC an der Platte. Und die spielt in der Bezirksoberliga. „An diesen Sieg hätten wir nie gedacht“, freute sich Wilhelm.
Zumal der Erfolg Sicherheit verlieh, selbst als Benjamin Rösner das Duell der beiden Einser-Spieler glatt mit 0:3 gegen den Rumänen Romulus Revisz verlor. „Es war nicht so klar wie es das Ergebnis aussagt“, befand Rösner später, dem sein Gegner, ein Defensivkünstler, der sich kaum Fehler leistete, nicht besonders lag. „Außerdem hat er dann immer die langen Ballwechsel gewonnen.“ Die waren teils spektakulärer Natur, wie etwa der zum 8:8 im dritten Satz. „Vielleicht war ich auch ein bisschen nervös in meinem ersten Spiel für den neuen Verein“, gestand Rösner ein: „Die Liga ist außerdem sehr ausgeglichen, das hat man auch heute gesehen. Das Niveau ist ziemlich hoch.“ Die Fans jedenfalls kamen auf ihre Kosten, auch wenn Revisz den letzten Satz gegen Rösner knapp und etwas glücklich per Netzroller für sich entschied.
Tischtennis-Regionalligist holt den 22-Jährigen (FOTO Kai Dunkel)
Tischtennis-Regionalligist TTC Kist hat sein Team für die kommende Saison komplett. Dem Klub ist dabei ein Überraschungscoup geglückt: Mit Benjamin Rösner haben die Kister ein Würzburger Eigengewächs, das in der vergangenen Spielzeit mit Zweitligist 1. FC Saarbrücken den Aufstieg in die erste Liga perfekt gemacht hat, verpflichtet. Rösner soll beim Regionalligisten an Position zwei aufschlagen und mit dafür sorgen, dass der Kampf gegen den Abstieg kein Thema ist.
Die Verpflichtung des 22-jährigen Benjamin Rösner ist durchaus bemerkenswert. Seit Monaten hatte sich Abteilungsleiter Jochen Wilhelm um den Würzburger bemüht, der schon vor Jahren als eines der größten Tischtennistalente in der Region und darüber hinaus galt. Dass es letztlich mit einer Verpflichtung klappte, hat mehrere Gründe. „Erstens die Nähe zu meinem Arbeitsort Würzburg. Zweitens das Team, in dem viele deutsche Spieler stehen, die ich auch gut kenne. Und das Niveau ist vorne in der Regionalliga sogar ein besseres als hinten in Liga zwei“, fasst der gelernte Bürokaufmann, der längst im elterlichen Bäckerei-Großbetrieb arbeitet, seine Beweggründe zusammen.
Hinzu kam, dass die Situation in Saarbrücken nach dem Aufstieg plötzlich relativ verworren war. „Plötzlich sollte keiner aus dem Aufstiegsteam mehr in Liga eins an die Platte. Damit hatte keiner gerechnet. Das war bitter.“ Eine Zeit lang drohte zudem der Rückzug eines Großsponsors. Ob es eine zweite Mannschaft geben würde, war lange unklar. „So fiel letztlich die Entscheidung für Kist. Es war ja irgendwie naheliegend“, sagt Rösner. Berufliche Weiterbildung und sportliche Leidenschaft könne er in Kist optimal in Einklang bringen.
„Es ist quasi eine Rückkehr zu meinen Wurzeln“, gesteht Rösner, der einst bei den Würzburger Kickers groß geworden war. „Ich hatte drei super Jahre in Saarbrücken. Aber letztlich war es zu riskant, zu warten, was da passiert. Und Kist ist ja auch ein guter Verein. Das wird eine spannende Runde, auch wenn wir für den Aufstieg wohl eher nicht in Frage kommen. Aber man weiß ja nie . . .“, sagt Rösner, der in der Saison 2004/05 aus Würzburg nach Hagenburg bei Hannover wechselte. Nach seiner Rückkehr schlug er noch einmal für Müller Würzburger Hofbräu gegen den Zelluloidball, ehe er für drei Jahre in Saarbrücken anheuerte.
Jetzt ist er zurück, was nicht nur ihn selbst, sondern auch die Kister Verantwortlichen freut: „Benny ist unser Zugpferd“, gesteht Wilhelm, dessen Team in der letzten Saison erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt geschafft hatte. „Platz drei bis sechs können wir erreichen“, ist sich Wilhelm sicher.
Ein lebendiger und erfolgreicher Verein mit fast 300 Mitgliedern feiert Jubiläum
Lob von allen Seiten erhielt der Tischtennis-Club Kist/Würzburg (TTC) während des Festkommersabends aus Anlass seines 60-jährigen Bestehens. Der Verein „hebt sich in besonderer Weise hervor, denn seit 1949 kämpfen die Aktiven des TTC ununterbrochen in den höchsten unterfränkischen Ligen um die Punkte an den grünen Platten“, betonte Landrat Eberhard Nuß. Foto
Was damals als eher exotisches „Ping-Pong-Spielen“ auf Wirtshaustischen begann, „ist heute ein lebendiger und erfolgreicher, selbstständiger Verein mit fast 300 Mitgliedern, der sich vor allem dem Tischtennis, aber auch der Gymnastik und dem Volleyball verschrieben hat“, darauf machte Nuß aufmerksam. Beeindruckt zeigte er sich vor allem wegen der Jugendarbeit: Die Vereinsführung sowie die Trainer und Betreuer ermöglichten 60 Jugendlichen den sportlichen Wettkampf und eine sinnvolle Freizeitgestaltung“.
Nachwuchsförderung
Auch Bürgermeister Volker Faulhaber bezeichnete die Nachwuchsförderung als „bemerkenswert“. Dieses Engagement, die ideenreiche Führungsriege und „ein begeisterungsfähiges Team haben den Verein nach oben gebracht“. Im Lauf der Jahre hätten „nicht immer einfache Entscheidungen“ getroffen werden müssen, dennoch sei es den Verantwortlichen stets gelungen, Harmonie herzustellen.
Nach den Worten des Bürgermeisters hätten die Gründerväter eine große Leistung vollbracht, den Tischtennissport voranzubringen in einer Zeit, als er bei weitem noch nicht so populär war wie heute. Nur durch Idealismus und Tatkraft hätten sie ihr Ziel erreicht, mittlerweile verbuchte der TTC Kist/Würzburg „jede Menge Erfolge“. Zur überaus positiven Entwicklung des Vereins habe auch beigetragen, dass man „immer offen und zukunftsorientiert“ gewesen sei.
„Breiten- und Spitzensport zu verbinden, dieser Herausforderung stellt sich der Verein seit dem vergangenen Jahr“, erklärte TTC-Vorsitzender Peter Wilhelm, der die Geschicke des Clubs seit 31 Jahren lenkt. Damit erinnerte er an die Fusion mit dem ehemaligen Bundesligisten Müller Würzburg. „Uns ist es gelungen, auch für die kommende Spielrunde ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen.“ Aufgrunddessen könnten die Zuschauer weiterhin „hochklassigen Sport“ erleben.
Ehrungen
Den Höhepunkt des Kommersabends bildeten die Ehrungen für Edwin Baumeister, Hans Michel, Arthur Krämer, Adolar Scheder und Sigmund Stetter, die dem Verein seit seiner Geburtsstunde vor 60 Jahren die Treue halten. Seit 55 Jahren sind Helmut Götzelmann, Herbert Scheder und Peter Wilhelm mit von der Partie. Für 50-jährige Vereinszugehörigkeit wurden Karl Huller und Hugo Scheder zu Ehrenmitgliedern ernannt. Heinz König, Horst Krämer, Erhard Spiegel und Marianne Wilhelm wurden für 45-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet, Gottfried Philipp, Elmar Behrendt, Heinz Nusser, Herbert Nusser, Herbert Popp und Theo Popp für 40-jährige Mitgliedschaft. Für 35-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Wiltrud Dobler, Alfons Krämer, Matthias Krämer, Maria Öhrlein, Bodo Schmid, Rainer Krämer, Valentin Krämer, Renate Popp, Elisabeth Schmid, Klaus Schäfer und Waltraud Sieber. Für 30-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Roswitha Frankenstein, Barbara Götzelmann, Edith Popp-Herre, Walburga Spall und Alexander Scheder.
TTC Kist/Würzburg steigt in die Bezirksoberliga auf
In der zweithöchsten bayerischen Jugendklasse schlägt ab der kommenden Saison der Nachwuchs des TTC Kist/Würzburg auf. Die Mannschaft von Trainer Walter Völker schaffte den Sprung in die Bezirksoberliga. Unser Foto zeigt das erfolgreiche Team, das auch in der kommenden Saison in dieser Besetzung spielen wird: (von links) Andreas Stumpf, Basam Al Sabti, Gregor und Heiner Fauth. Foto
TTC Kist/Würzburg mit zwei Neuen
Die Planungen beim Tischtennis-Regionalligisten sind weitgehend abgeschlossen
Beim TTC Kist/Würzburg sind die Planungen für die zweite Saison in der Tischtennis-Regionalliga knapp sieben Wochen vor Ende der Transferfrist bereits nahezu abgeschlossen. Im Jahr eins nach der kurzfristigen Fusion des TTC Kist mit Ex-Erstligist Müller Würzburg soll es nun, so hoffen zumindest die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Jochen Wilhelm, etwas entspannter und sportlich erfolgreicher weitergehen. Normalerweise ist Jochen Wilhelm um diese Zeit schwer im Stress. Die Zeit kurz nach Saisonende ist auch die Zeit vor der kommenden Runde – und für die muss Wilhelm ein neues Team zusammenstellen. Doch dieses Jahr ist Wilhelm entspannt. „Das war natürlich eine schwierige Situation im letzten Jahr. Wir mussten binnen kürzester Zeit ein Team und die ganze Organisation auf die Beine stellen.“ Das ist heuer anders. Die Mannschaft steht bereits, bis auf eine Ausnahme. Einen Spieler sucht Wilhelm noch. „Das werden wir aber sicher bald hin bekommen.“ Nachdem in der kürzlich zu Ende gegangenen Runde erst in letzter Sekunde und am grünen Tisch der Klassenerhalt gesichert wurde, sollen in der nächsten Runde schnell mehr Punkte her. „Wir wollen frühzeitig den Klassenerhalt sichern und mehr Zuschauer für unseren Sport in Kist begeistern.“ Zwar waren die Besucherzahlen bei den Spielen in Kist laut Wilhelm durchaus in Ordnung. Bei den Partien, die in Würzburg ausgetragen worden sind, aber kamen nicht so viele Zuschauer wie erhofft. Da muss offensichtlich noch ein bisschen was zusammenwachsen. Von einem Zuschauerboom kann man in der Würzburger Vorortgemeinde jedenfalls nicht sprechen. „Dabei hat doch irgendwie jeder schon mal Tischtennis gespielt“, wundert sich Wilhelm und rätselt über mögliche Gründe, warum der Sport mit dem kleinen Zelluloidball die Massen nicht locken will. „Vielleicht liegt es auch den der mangelnden Identifikation mit den Spielern“, mutmaßt er – und will in der kommenden Saison gegensteuern. „Wir wollen attraktiven Sport auch mit deutschen Spielern bieten. Einfach fünf Ausländer von irgendwoher zusammenkaufen, um nicht abzusteigen, das kann es ja nicht sein“, erklärt er seine Philosophie: „Mit Andreas Ball oder Jan Gottal etwa haben wir zwei Spieler verpflichtet, die schon mal in Würzburg gespielt haben und hier studieren. Die meisten unserer Jungs kommen aus Franken.“ Und die stehen durchaus für attraktiven Tischtennis-Sport. Ball etwa hat in der letzten Saison beim Kister Regionalliga-Konkurrenten TTC Weinheim im mittleren Paarkreuz mit 15:2 das beste Rückrunden-Ergebnis aller Spieler erzielt. Der 25-Jährige, der unter anderem mit Würzburg zweifacher Meister der Zweiten Liga wurde, war 2002 Jugendeuropameister. „Er ist zweifelsohne eine Verstärkung“, freut sich Wilhelm. Der TTC Kist wird 60 Auch Gottal, zuletzt für Noris Nürnberg in der Bayernliga Nord an der Platte, ist in Würzburg kein Unbekannter. Der 19-Jährige wurde mit Müller Würzburger Hofbräu 2006 Regionalliga-Meister. Zwei Hoffnungsträger mit Perspektive also werden in der nächsten Saison in Kist aufschlagen. Zudem bleiben Vasile Florae, Michael Ziegler und Aleksandar Czochanski ein weiteres Jahr. „Wir wollen natürlich angreifen, schnellstmöglich den Klassenerhalt und dann einen Platz im Mittelfeld erreichen. Schließlich ist es ein besonderes Jahr für uns in Kist“, so Wilhelm. Der Verein feiert heuer sein 60-jähriges Bestehen – und da käme eine erfolgreiche Saison als Geschenk gerade recht. |